NEIN! Zu dieser unsäglichen Diffamierung!

In Seligenstadt und Umgebung wird der Hass durch immer mehr herabwürdigende Plakate wiederbelebt.

Nach den unrühm­lichen Auftrit­ten von Recht­spop­ulis­ten auf dem Seli­gen­städter Mark­t­platz in den ver­gan­genen Jahren haben Seli­gen­stadt und Hain­burg nun eine neue Stufe des enthemmten Has­s­es auf andere Men­schen erre­icht, die nicht dem „Welt­bild“ von neurecht­en Grup­pierun­gen entsprechen.

Es wer­den aktuell Ban­ner an diversen Plätzen aufge­hängt, auf denen offen ein „Übel“ in der Form von Köpfen aus­geris­sen wer­den muss, das Politiker:innen von „Bünd­nis 90/Die Grü­nen“ zeigt.

Eben­so wird eine Art von Selb­stjus­tiz instal­liert, die an dunkel­ste Zeit­en in Deutsch­land erin­nert. Es wer­den Men­schen mit Hol­zlat­ten attack­iert und zur Überwachung des öffentlichen Raumes wird eine Kam­era instal­liert, die vor­beige­hende Pas­san­ten ohne ihr Wis­sen abfilmt. Auch wer­den dabei Kinder gefilmt oder fotografiert, die diesen Weg zu dem gegenüber­liegen­den Kinder­garten nutzen müssen. Was mit diesen Fil­men oder Fotos passiert, möchte man sich nicht vorstellen.

Denn voller Stolz wer­den aktuell Fotos dieser Kam­era im Inter­net oder auf son­sti­gen Plat­tfor­men präsen­tiert. Ohne dass die betrof­fe­nen Per­so­n­en davon Ken­nt­nis haben und unter Mis­sach­tung des Per­sön­lichkeit­srecht­es. Auch, wenn diese Fotos mut­maßliche Straftat­en darstellen: Diese öffentliche Anprangerung ist eine Form von Selb­stjus­tiz, welche an die Zeit der Braun­hem­den in den 1930er-Jahren erin­nert.

Und wieder ein­mal geschieht dies alles ohne einen öffentlicheren Wider­spruch von führen­den Politiker:innen in der Stadt. Auch die lokale Presse beschränkt sich auf die Über­nahme von Mel­dun­gen, die sie ohne Nach­frage oder Recherche veröf­fentlicht.

Eine kri­tis­che Auseinan­der­set­zung mit dieser neuen Form von Dif­famierung find­et somit wieder ein­mal nicht statt oder wird aus­ge­sessen.

Jedoch wird mit solch einem Vorge­hen der Nährbo­den für immer mehr Hass und Het­ze bere­it­et. Wie es aktuell auch wieder stat­tfind­et. Und endlich ein Ende haben muss.

Deshalb müssen alle poli­tisch inter­essierten Men­schen wieder sach­lich miteinan­der disku­tieren und auch stre­it­en kön­nen und dür­fen, ohne dass dies gle­ich in Belei­di­gun­gen oder Dif­famierun­gen ausartet.

Andere Mei­n­un­gen müssen in ein­er Demokratie akzep­tiert und respek­tiert wer­den. Eine Demokratie lebt durch diese Vielfalt. Und sobald diese Mei­n­ungsvielfalt eingeschränkt wird, begeben wir uns auf einen Weg, der ein­deutig in eine Sack­gasse führt.

Schuldzuweisun­gen gegenüber den schwäch­sten der Gesellschaft, Misog­y­nie sowie Reduzierung auf Äußer­lichkeit­en sind keine Mod­eer­schei­n­un­gen, son­dern eine struk­turelle Her­ab­set­zung von Men­schen, die sich eben­so nicht ohne Wider­spruch in unser­er Nach­barschaft bre­it­machen darf.

Die Belei­di­gun­gen, Schmäh­schriften und Schuldzuweisun­gen in den soge­nan­nten „sozialen Medi­en“ gegenüber engagierten Men­schen, welche für die All­ge­mein­heit auf sozialer Ebene ein Ehre­namt ausüben, müssen ein Ende haben. Dieser Trend, der vor eini­gen Jahren stark zugenom­men und aktuell in Form von dif­famieren­den Leser­briefen sog­ar einen Weg in die Lokal­presse gefun­den hat, muss endlich been­det wer­den. Damit diesen Men­schen aus kom­mu­naler Poli­tik und Ehre­namt wieder auf Augen­höhe und ohne Hass begeg­net wer­den kann.

Denn auch die Mit­glieder der Stadtverord­neten­ver­samm­lung bek­lei­den ein Ehre­namt. Welch­es jede Per­son vor nicht allzu langer Zeit, genaugenom­men zur Kom­mu­nal­wahl 2021 selb­st in die Hand hätte nehmen kön­nen.  Und daher die Poli­tik aktiv mit­gestal­ten.

Jedoch sind von den aktiv­en und laut­en Per­so­n­en der let­zten Jahre keine bei der Kom­mu­nal­wahl 2021 ange­treten. Schade. Und beze­ich­nend.

0 Responses

  1. Die Saat, die eine in Teilen faschis­tis­che Partei im Ver­bund mit Quer­denkern und anderen Demokratiev­erächtern gesät hat, geht nun auf!
    Aber es gibt zum Glück auch andere „Unternehmer“ als Her­rn Wolf und seine Fre­unde, die sich ein­er solchen men­schen­ver­ach­t­en­den Sprache nie bedi­enen wür­den. Sie sind erschüt­tert darüber, wie weit sich das Gift und die Sprache der Demokratiev­erächter schon in die bürg­er­liche Mitte hinein gefresse­nen hat!

  2. Ihr seid mit euren Diskus­sio­nen kom­plett auf dem falschen Weg. Wisst ihr oder reg­istri­ert ihr über­haupt noch was mit unserem Deutsch­land ger­ade passiert ? Diese Regierung ste­ht nicht mehr für unser deutsches Volk und zer­stört eine Wirtschafts­macht und führt damit ein ganzes Land in die weltwirtschaftliche Unbe­deu­tung. Nicht. Vorhan­denes Geld wird im Über­maß in alle möglichen Län­der und für alle möglichen Zwecke verteilt ohne Sinn und Ver­stand — ein­fach grausam was da ger­ade passiert, denn das ist nicht der Wille des Volkes. Denkt und unter­hal­tet euch mal darüber ins­beson­dere in Kreisen der „Ampel-Regierung“ und dreht diese Entwick­lung aus der Zer­störung ins Gegen­teil dies wäre zielführen­der

    1. “Wir” wis­sen sehr gut, was in Deutsch­land ger­ade passiert. Denn wir sehen, dass mit solchen Plakat­en und plumper Polemik Men­schen diskri­m­iniert und her­abge­set­zt wer­den. Was jede Diskus­sion auf ein Niveau senkt, bei dem nur noch Belei­di­gun­gen, Dro­hun­gen und die Suche nach Schuldigen, vorzugsweise bei Min­der­heit­en, das Mit­tel sein soll, um diese Krise zu bewälti­gen. So ein­fach ist es jedoch nicht. Und war es auch noch nie. Wie die Geschichte deut­lich aufzeigt.

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